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Sind diese Mitteilungen der ECHA für Sie relevant?

Inhaltsverzeichnis
1. Kontrollprojekte 2026 und 2027
1.1 Pilotprojekt PIC-Verordnung in 2026
1.2 Durchsetzungsprojekt REF-15 in 2027
2. SVHC-Kandidatenliste
3. Ergebnis der Überprüfung von PCN-Meldungen


1. Kontrollprojekte der ECHA für 2026 und 2027 (Stand Februar 2026)

1.1 Pilotprojekt PIC-Verordnung

Mit dieser Aktion soll die Einhaltung der Verordnung über die vorherige Zustimmung nach Informierung (PIC-Verordnung) kontrolliert werden. Schwerpunkte sind

Die Inspektionen sind für 2026 geplant, die Veröffentlichung des Berichts für 2027.

1.2 Durchsetzungsprojekt REF-15

Im Juni 2025 hat die ECHA das EU-weite Durchsetzungsprojekt (REF-15) zur Erhöhung der Arbeitnehmersicherheit beschlossen. Die Inspektionen sollen im Jahr 2027 erfolgen. Das Ergebnis soll im Jahr 2028 vorliegen.

Ein Fokus liegt auf der Überprüfung der Informationen zur sicheren Verwendung in Sicherheitsdatenblättern (Abschnitte 7, 8 und 11) und der Umsetzung der darin empfohlenen Risikomanagementmaßnahmen am Arbeitsplatz.

Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Überprüfung von Unternehmen mit einer Zulassung zur Verwendung besonders besorgniserregender Stoffe und der Frage, ob die erforderlichen Bedingungen eingehalten werden.

Darüber hinaus soll die Verwendung bestimmter beschränkter gefährlicher Stoffe überprüft werden, für die besondere Bedingungen für die Verwendung am Arbeitsplatz gelten (z. B. Diisocyanate, NMP, DMF).

In den Liefer- und Verarbeitungsbetrieben steht damit für 2026 eine Überprüfung und gegebenenfalls Aktualisierung der Sicherheitsdatenblätter auf der To-Do-Liste. Zusätzlich sollte die betriebliche Praxis mit den SDB-Vorgaben abgeglichen werden. Sind die Mitarbeiterschulungen aktuell und dokumentiert? Passen die Betriebsanweisungen? Ist die persönliche Schutzausrüstung vorhanden? Wird sie genutzt? Gibt es Messprotokolle …? Quelle

2. SVHC-Kandidatenliste (Stand Februar 2026)

Im Februar 2026 wurden ein Stoff mit spezifischer Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition) und ein reproduktionstoxischer Stoff zur SVHC-Kandidatenliste hinzugefügt. Damit setzt die Behörde den Trend des vergangenen Jahres konsequent fort. Im Januar 2025 gab es fünf Neuzugänge, im Juni drei und im November einen. Damit war die Liste im Jahr 2025 bereits um zwei reproduktionstoxische, fünf vPvB- und zwei PBT-Stoffe erweitert worden. Quelle

3. Überprüfung von PCN-Meldungen (Stand Februar 2026)

Im Jahr 2025 wurden im Rahmen eines Pilotprojekts EU-weit Rezepturmeldungen für die Giftnotrufzentralen überprüft. Jetzt liegt das Ergebnis vor.

Von den knapp 1600 Produkten stammten 71% von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Insgesamt waren 19% der geprüften Produkte nicht offiziell gemeldet und bei 15% fehlte der 16-stellige UFI-Code. Quelle